Vernetzung – wie sie gelingt und was sie bewirkt

Transkript anzeigen

00:00:06: Wohnprojekte im Gespräch.

00:00:08: Gemeinsam, vielfältig solidarisch.

00:00:11: Wohnprojekt in Gesprächen.

00:00:16: Junge und alt unter einem Dach wünsche Wirklichkeiten Widerstände.

00:00:24: Hallo zusammen und herzlich willkommen!

00:00:27: Ich bin Tom Foss und ich freue mich dass ihr alle wieder zuhört.

00:00:31: Thema dieser Folge Vernetzung wie sie gelingt und was sie bewirkt.

00:00:39: Hallo, Tom.

00:00:40: Schön dass wir uns unterhalten können über dieses Thema und ich bin ganz gespannt was du dazu zu erzählen hast.

00:00:46: aber zunächst mal du lebst ja hier in einem eigenen Wohnprojekt Und du engagierst dich darüber hinaus im Verein Mehrleben Wohnprojekte EV in Lüneburg.

00:00:56: das ist so eine Art Dachverband für Wohnprojekten in Lüneburg Aber auch ein bisschen drüber hinaus.

00:01:01: Ja Lüneburgrund Landkreis Lüneborg da sind wir aktiv als Vereinen genau Schön.

00:01:08: Wir melden uns aus deiner Wohnung hier im Wohnprojekt am Speicherbogen, wir sind so am nordöstlichen Rand von Lüneburg.

00:01:17: Genau, zehn Minuten Fußläufig zum Bahnhof.

00:01:20: das finde ich besonders wichtig

00:01:22: und du wohnst hier zusammen mit deinem Mann?

00:01:26: Ja der wohnt in einer eigenen Wohnung.

00:01:27: Wir sind getrennt als Haar

00:01:29: Ute, wir sitzen in deinem Arbeitszimmer.

00:01:32: Wir hören draußen nicht nur Vögelzwitschern sondern gerade auch die städtische Kanalreinigung, die vorbeifährt ist immer so.

00:01:41: Es ist idyllisch aber die Wirklichkeit ist manchmal ein bisschen rauer als sie sein sollen.

00:01:46: Das ist trotzdem eine sehr ruhige Stimmung.

00:01:49: In dieser Wohnstraße, in diesem Viertel sind überwiegend neue Häuser verklinkert und euer modernes ökologisches Wohnprojekt fügt sich da überraschend ein.

00:02:01: Es ist nicht verklinkert, das ist also ökologically auffällig.

00:02:05: wir werden nachher mehr erfahren dazu ich bin ja schon ganz gespannt.

00:02:08: Und das zweite ist eben, es geht uns auch um das Generationsübergreifende in eurem Wohnprojekt.

00:02:15: Und dann eben um die Frage ihr seid Vernetzungst du vor allem Vernetzungsexperten und engagiert?

00:02:22: Ja

00:02:23: ja

00:02:24: aber es ist ganz wichtig.

00:02:25: also wie gelingt Vernetzung und warum überhaupt macht man das was?

00:02:30: Warum ist das eigentlich wichtig?

00:02:32: Darüber wollen wir heute reden.

00:02:33: Aber wir wollen dich erst mal ein bisschen kennenlernen, Ute, sondern dass wir ein Bild haben.

00:02:38: mit wem sprechen wir und was willst du für eine?

00:02:41: Magst du dich kurz vorstellen?

00:02:43: Ja kann ich machen.

00:02:44: also ich lebe jetzt seit sieben Jahren oder knapp sieben jahren leben hier zusammen im Speicherbogen.

00:02:50: Das Thema Wohnprojekte hat mich erst relativ spät, als es um die Phase nach der Familienzeit ging beschäftigt.

00:03:00: Da habe ich mich dann auch sehr viel intensiver mit dem Gedanken beschäftigt und hab Kontakt zu Lena, den lebendigen Nachbarschaften, dem der Mutter aller Wohnprojkte in Lüneburg ja den Kontakt da aufgenommen.

00:03:14: Damals war das, aber das ist jetzt gut zehn Jahre her.

00:03:16: Noch nicht so richtig.

00:03:17: Passte das noch nicht in mein Leben?

00:03:21: Und ja ... Wir mussten erst unsere Ehe klären.

00:03:25: Wir haben uns angetrennt, aber er ist so ganz gut und mein ehemaliger Gatte wohnt auch hier im Speicherbogen.

00:03:34: Ja, das ist gut so.

00:03:37: Wohntengemeinschaftserfahrungen hab ich tatsächlich nicht.

00:03:40: wie das eigentlich ... bei ganz vielen Menschen, die im Wohnprojekt wohnen.

00:03:44: Die haben zur Studentenzeit in Wohngemeinschaften gewohnt und ich komme aus einer großen Familie und hatte so den Nase voll von Wohngemeinschaft... Wie groß

00:03:55: war deine Familie?

00:03:56: Wie viele Geschwister

00:03:56: hast du?

00:03:57: Ich habe fünf Geschwisters, wir sind sechs und meine Großmutter lebte mit uns.

00:04:01: also wir hatten den drei Generationenhaushalt.

00:04:04: Ich wollte erst mal alleine wohnen.

00:04:06: Du wusstest, wie das ist?

00:04:07: Wie schön!

00:04:07: Das ist eine eigene Wohnung.

00:04:09: Genau ich

00:04:10: war so stolz auf mein erstes eigenes Zimmer mit einem Schlüssel, wo ich das Zimmer abschließen konnte und nicht meine Tasse, meine Lieblingstasse plötzlich weg war.

00:04:19: Oder

00:04:19: das Tagebuch plötzlich woanders lag als da, wo du es abgelegt hast.

00:04:22: Ja also

00:04:23: ungefähr.

00:04:24: Also das ... So und dann gut hab' ich eher den klassischen Weg zu zweit mit meinem damaligen Lebensabschnittsgefährten zusammen gewohnt.

00:04:34: später als Kleinfamilie, am Stadtrand.

00:04:36: Klassisch aber dann war irgendwie klar ne so im Alter ist glaube ich ganz gut eine andere Wohnform.

00:04:43: und dann war wie gesagt der Kontakt zu Lena da Und dann ergab es sich dank dem allseits bekannten Volker Holtermann.

00:04:51: Plan W aus Lübeck, der hier dieses Grundstück von der Stadt angeboten bekam und der dann ganz schnell aus seinem großen Fundus eine Truppe zusammenfinden konnte.

00:05:02: Wir waren dann sieben Parteien die hier quasi als Erste gesagt haben oh ja das machen wir und genau so machen wir's.

00:05:10: also es gab ein Konzept von den Architekten schon Also ein bisschen, wie der Bau sein könnte.

00:05:17: Es gab die Idee und da kommen wir zur ökologischen Bauweise.

00:05:21: Ja das geht mir ein bisschen schnell

00:05:22: weiter.

00:05:23: Also bist du schon in Rente gegangen?

00:05:25: Da hast du noch in eurem Familienhaus gewohnt.

00:05:29: Ja, ich hab da alleine dann inzwischen in dem Familienhaus wohnt und dann war klar, also da möchte ich nicht alleine bleiben so...

00:05:37: Das ist ja ein Zufall, dass du auch diese Leute kennengelernt hast und diese Chance hattest?

00:05:42: Ganz zufällig ist es ja nicht weil ich ja wirklich intensiv über Lena Volker kannte.

00:05:47: Ich war sehr eng dran.

00:05:49: Damals meinen Mann und ich hatten das Willkommen von Lena.

00:05:53: Aber ich bin da dann doch wieder ausgestiegen, weil ich gesagt habe.

00:05:56: Das passt gerade.

00:05:57: Es war mir zu schnell das Familienhaus zu verlassen.

00:06:00: Da hab' ich auch mit vielen Herzen dran gehangen, weil wir das selbst geplant hatten und auch baubiologisch damals schon gebaut haben.

00:06:08: Ja, das waren wir da zu schnell.

00:06:10: Und unsere Tochter war noch nicht ganz aus dem Haus oder gefühlt die Studierte schon... Muss alles

00:06:17: passen?

00:06:17: Ja

00:06:18: genau!

00:06:18: Das passte noch nicht aber dann irgendwie ... Ich bin hier zu der Gruppe gestoßen, war vorher in einer anderen Gruppe.

00:06:28: Drei Parteien aus dieser anderen Grupe sind jetzt auch ... Wir sind zu drei Parteien jetzt hier.

00:06:36: Zwei davon sind mit hergekommen?

00:06:38: Ja!

00:06:38: Ja, das ist ein Erdpacht-Grundstück.

00:06:39: Das ist eine kleine Kröte aber gut.

00:06:43: Wie kam es, dass du nach dieser intensiven Zeit mit fünf Geschwistern plötzlich wieder so nah an dich rankommen lassen wolltest oder konntest?

00:06:52: Ach also viele Leute um mich herum mochte ich schon gerne, aber mir war es irgendwann wichtig auch wirklich mein eigenes zu haben.

00:07:00: Also sozusagen, das nimmt mir jetzt keiner.

00:07:04: deutlich anders, also natürlich Zimmerteilen mit den Geschwistern.

00:07:11: Ja, Klamotten wurden natürlich von oben nach unten gereicht.

00:07:14: Wie das so in den fünftiger Jahren halt war und macht ja auch Sinn heute nennt man es Nachhaltigkeit damals.

00:07:21: War's einfach nicht immer nur freiwillig und nachhaltig sondern der Notnoten anführungsstrichen also geschuldet.

00:07:28: Ich schließe raus was nicht die älteste in deiner Richtung

00:07:30: ist.

00:07:30: Nein, nein, nein.

00:07:32: Weil dir ist es egal wer die abgetragen hat.

00:07:34: Das stimmt, ich war die mittlere und ich wollte irgendwie... Also für mich ist das hier die richtige Mischung zwischen Nähe und Distanz.

00:07:45: Ich hab mein Eigenes, ich kann wenn ich will die Tür zumachen und es wird ja auch respektiert.

00:07:49: also unter Geschwistern wird eine Zutür nicht unbedingt respektierend.

00:07:53: Und deine Berufstätigkeit lief dann auch langsam aus?

00:07:57: Du warst glaube ich Lehrer?

00:07:58: Ja

00:07:58: genau!

00:07:59: Ich war im Internalsgymnasium tatsächlich hier im Landkreis als Lehrerin und habe noch ein Jahr gearbeitet als ich hier eingezogen bin Mit Mitte fünfundsechzig Rente gegangen.

00:08:13: Internatsgymnasium, da guckt schon so ein bisschen um die Ecke, dass das was nicht ganz normal ist?

00:08:19: Stimmt!

00:08:20: Was ist der Kick und was ist das Besondere?

00:08:23: Also als Lehrerin war ich eingebunden in den Internatsalltag.

00:08:28: Das heißt, ich hatte eine feste Gruppe von Jugendlichen mit denen ich Mittag gegessen habe, Abendbrot gegessen... und einmal die Woche abends, in Donnerstagabend zwar Gruppenabend oder das Gruppen-Abend nach wie vor.

00:08:44: Und dann verbringt man irgendwie den Abendmarkt Freizeit mit den Jugendlichen so damit sie auch betreut sind.

00:08:51: Es gibt eine ganze Reihe von Lehrerinnen und Lehrern und Kollegen, die da im Internet wohnen und noch viel mehr Alltag mit denen teilen.

00:09:02: Die haben zwar eine eigene Wohnung aber deren Ausgang ist in den Wohnbereich der Jugendlichen.

00:09:09: Und das heißt, man kriegt diese Kinder und Jugendlichen ganz anders mit auch an ihrem Lebensumfeld und hat einen ganz anderen Zugriff als nur.

00:09:22: ich gehe in Unterricht unterrichten und was weiß ich?

00:09:25: Ich habe französisch unterrichtet und wenn ich dann Stress mit einem Achklässler im Unterricht morgens hatte, der war bei meiner Gruppe, dann bin ich ihm in einer anderen Rolle begegnet dass ihm auch Anderes begegnen, dadurch eventuell auch den Streis im Unterricht lösen oder was weiß ich eher.

00:09:43: Nein der im

00:09:44: Unterrecht

00:09:44: unerträglich war aber in meiner Gruppe ganz konstruktive Beiträge für die Gestaltung des Gruppenabends gemacht hat.

00:09:52: Das Beides zu erleben, das hilft ungemein auch im Unterricht

00:09:57: und mehr Perspektive nicht nur in einer Rolle wahrzunehmen.

00:10:02: Genau!

00:10:02: Und sie kriegen mich eben auch in anderen Rollen mit.

00:10:05: Aber

00:10:05: ich stelle mir andererseits vor, dass du stand durchaus den notwendigen Ton beherrschst der manchmal erforderlich ist um bestimmte Sachen dann klar zu regeln.

00:10:15: Ja, ja also das musste ich echt hart lernen muss ich sagen.

00:10:19: Also so bin er eher so vorsichtig und ja vielleicht nicht überlegt mal...

00:10:24: Deswegen habe ich es betont

00:10:25: noch.

00:10:26: Aber tatsächlich hatte ich meine Lehre an der Stelle.

00:10:31: Ich gehöre zur Generation von Lehrerinnen in den achtziger Jahren Zwei in achtzig bin ich fertig geworden und dann war Lehrer Arbeitslosigkeit.

00:10:40: Ich habe keine Stelle gekriegt, so mit Französisch- und Pädagogik als Unterrichtsfach und schlechtes Examen oder... Dann konnte ich aber eine Heimerziehung anfangen und da habe ich düsseldorf in einem Heim für sogenannte schwererziehbare Mädchen Fürsorgeerziehungen geschlossene Unterbringung angefangen.

00:11:03: Also, das war schon eine harte Schule.

00:11:05: Aber

00:11:05: es ist wirklich interessant was du erzählst Uteweil.

00:11:08: Du hast dann in diesem Internatsgymnasium ja die Nase auch noch weit raus gestreckt weil du da glaube ich auch etwas für die UNESCO gemacht hast

00:11:16: oder Betreuung

00:11:17: oder Beauftragungen gehabt hast.

00:11:18: Magst du das noch erzählen?

00:11:19: Weil das ist einfach total spannend.

00:11:20: Ja

00:11:21: diese Schule Marinau, kann ich auch nennen, also Marinao hier im Landkreis ist UNESCO Projektschule Und es gibt halt jemanden, der ein bisschen den Mut dann aufhaben muss und da war ich lange Koordinatorin UNESCO.

00:11:36: Was macht man so als UNESCO-Schule?

00:11:39: Ja

00:11:40: mal versucht so... zum einen so internationale Kontakte ein bisschen herzustellen, aber auch geht auch um Toleranz.

00:11:48: Was kann man machen, um Kindern irgendwie Tolerant beizubringen?

00:11:54: Dass wir

00:11:54: über

00:11:55: nationale Interessen... auch ökologische Probleme national und für das andere hinaus denken.

00:12:02: Die Welt mit einem Blick nehmen, von Unterrichtsinhalten nachdenken.

00:12:09: Man muss gar nicht so weit gehen.

00:12:10: Es gibt hier in Lüneburg die Oberschule am Wasserturm ... In den letzten fünf Jahren, als ich das gemacht habe, war es eine Hauptschule.

00:12:21: Sogenannte Hauptschulen auch Unesco-Projektschule und ein Projekt zusammen mit dieser Hauptstuhle zu machen also die Internatsschüler so Gymnasiasten aus Hamburg Pöseldorf oder so.

00:12:33: Die haben ja wenig Kontakt zu diesem Klientel.

00:12:36: und es gab ein großes Projekt damals, ein Tanzprojekt mit Schülern von der Hauptschule und unseren also von Marie-Nau.

00:12:45: Dass die sich begegnet sind.

00:12:46: das allein ist schon eine Sache praktizierte Toleranz.

00:12:51: Also erst die Vorbehalte zu merken und dann festzustellen Ja, irgendwie ganz nett.

00:12:56: Die hören ja dieselbe Musik wie hier oder so.

00:12:58: Weißt du,

00:12:58: wenn das beschreibst?

00:12:59: Ich ahne schon was es alles mit Vernetzung zu tun hat.

00:13:03: Du bewegst

00:13:04: beim Sprechen auch schon deine Hände

00:13:06: weil du bestimmte Fäden

00:13:08: auseinanderhalten willst und zusammenführen willst.

00:13:11: also das sind vielleicht auch die Vorläufer deiner Vernetzungsinteressen die wir auch schon in anderen gewandt.

00:13:18: Ich glaube, das hat schon ganz früh angefangen.

00:13:20: Ich bin ja die mittlere, so ne?

00:13:23: Die älteste von den vier Kleinen und da habe ich, glaub' ich auch vermittelt.

00:13:29: Das

00:13:29: ist gut!

00:13:29: Also dass sie vielleicht nicht ins Mittel of Nowhere

00:13:32: sondern schon sehr klar verortet sind.

00:13:34: Ja genau.

00:13:35: Ute, erst mal vielen Dank.

00:13:37: Ich glaube jetzt können wir uns alle ein kleines Bild von dir machen und danke auch, dass du das so offen erzählt hast!

00:13:43: Und dann alle Hörer noch einmal... Wir sind hier bei Wohnprojekte im Gespräch.

00:13:47: Diesmal mit Ute Platz Kassens, Wohnprojekt am Speicherbogen und Dachverband Mehrleben, Wohn-Projekte

00:13:54: e.V.,

00:13:54: Lüneburg und ich bin Tom Foss.

00:13:57: Ute?

00:13:57: Wir sind jetzt im Wohnprojet am Speichermogen.

00:14:01: Was macht euer Projekt besonders?

00:14:03: Ich denke, erst mal die Bauweise.

00:14:05: Darüber haben wir uns ja gefunden.

00:14:06: letztlich diese ... das ökologische Bauen und das baubiologische Baun ähnlich wie Querbeet.

00:14:12: Das war aber auch schon ein Podcast.

00:14:16: Es ist hier Holz-Ständerwerk mit Strohdämmung und Lehmputz.

00:14:20: Dadurch entsteht ein wahnsinnig tolles Raumklima.

00:14:24: Ich glaube, das ist das Besondere.

00:14:26: und bevor es Querbet gab, waren wir das größte Wohnhaus in dieser Bauform bundesweit.

00:14:33: Und jetzt ist Querbet noch ein bisschen höher.

00:14:35: Wirklich

00:14:36: auf engstem Raum zwei ähnlich ambitionierte ökologische, herausragende Gebäude.

00:14:41: Genau!

00:14:42: Das ist eins.

00:14:43: und wie gesagt über diese Wohnprojektidee verbindet uns natürlich auch dieses Mehrgenerationenwohn.

00:14:50: Da haben wir diese Gründungsgruppe, alle nach der Familienphase.

00:14:56: Wir haben ganz klar gesagt, wir wollen auch Familien mit möglichst kleinen Kindern damit die lange bleiben und reinwachsen aufwachsen.

00:15:07: Das ist uns dann gelungen.

00:15:09: Wir sind eine Mischung von ... Der Jüngste ist drei Jahre alt, der Älteste ist sechsund achtzig.

00:15:16: Ja, von dem ältesten haben wir den achtzigsten Geburtstag.

00:15:19: Wir waren gerade eingezogen und haben dann den achzigsten Geburtstag gefeiert hier im Gemeinschaftsraum auch ein ganz wichtiger Raum für uns.

00:15:26: Die ist seit so zweiunddreißig Erwachsene ungefähr.

00:15:29: Und auch die Hälfte Kinder, fünfzehn Kinder?

00:15:31: Ja genau und drei von den Kindern sind hier reingeboren.

00:15:34: das finde ich ihnen auch ganz schön.

00:15:36: Das Ganze ist angelegt.

00:15:38: wir sind ja einmal rumgegangen vor unserem Gespräch wie in einem Kreis nicht halbkreis sondern wirklich kreisartig angelegt mit einem großen mit einem Platz in der Mitte einen Oval wo ein Spielplatz ist und Sandkasten und drum herum sind die Häuser gebaut Querbiet, das Gebäude erinnert.

00:15:57: Weil es keine klaren Kanten gibt sondern schöne anthroposophische Rundungen.

00:16:05: Erzähl noch mal warum ist alles so rund hier?

00:16:07: Genau

00:16:07: anthroposofisch.

00:16:09: Nein also doch dadurch dass das eben wenig... Es ist nicht so eckig.

00:16:15: Ja das ist dem tatsächlich dem Leben geschuldet weil Leben kann man nicht so richtig kantig putzen.

00:16:21: Das ist schwierig kann man sicherlich auch aber man müsste mit einsetzen, das widerspricht natürlich ein bisschen dem Material.

00:16:28: Und darum ist es halt auch hundgeputzt.

00:16:32: Das ist alles barrierearm hier?

00:16:36: Auch für die älteren Mitbewohner?

00:16:38: Genau!

00:16:39: Ja, du hast diesen ökologischen Anspruch schon erwähnt.

00:16:41: Auch das Generationsübergreifende und ich glaube ihr habt auch noch als dritten Aspekt das Wohngesunde.

00:16:47: Das ist ja ein ungewöhnliches Wort.

00:16:49: was ist da gemeint?

00:16:51: Wir haben natürlich auch im Innenbereich versucht möglichst ökologically zu bauen also mit Holzfußboden, also Diener-Fußboden des Materiales was wir weiter verwandt haben Also keine Rigibsplatten sondern Färmerzeichen gesünder mit der Farbe, wir haben auf die Farbe geachtet.

00:17:08: Auf den Kleber für die Fliesen also solche Sachen, die eben auch noch eine Rolle spielen wenn man versucht möglichst giftfrei zu bauen.

00:17:17: Und das Ganze ist entstanden durch das nachhaltige Engagement von dir und anderen Gründungen, die dann aber auch dann durch den Baubetreuer Vergoldermann Karnwe Lübeck die sich ums Grundstück erst mal guckümmert hat oder da aktiv war, dass überhaupt ein Grundstuck rankam mit.

00:17:38: Was in Hamburg ja ein Riesenproblem ist und hier ist es gelungen?

00:17:43: Naja...

00:17:44: Hier auch nicht so einfach in Lüneburg?

00:17:46: Nein!

00:17:47: Also ich denke wir haben schon davon profitiert das der Verein Mehrleben Wohnprojekte EV und die Menschen von Lena im Laufe der Jahre viel Lobbyarbeit gemacht haben und viel dicke Bretter gebohrt haben auch bei der Stadtverwaltung, sodass hier im Neubauviertel Grundstücke für Wohnprojekte ausgewiesen worden sind.

00:18:10: Und dieses Grundstück war tatsächlich erst mal für eine Wohnungsbaugesellschaft vorgesehen aber die waren irgendwie wohl ganz gut ausgebrocht so dass die Stadt das dann Volker der bei der stadt bekannt ist durch seine Aktivität angeboten haben.

00:18:27: dann war es ein leichtes quasi hier Menschen zu finden, die ein Wohnprojekt machen

00:18:31: wollten.

00:18:32: Also auch alles nicht einfach zu beginnen das Grundstück zu bekommen da wurden wir vorbereitet dank Vernetzung unter anderem und Vorarbeiten sprechen wir gleich drüber.

00:18:42: aber auch die Aspekte des Strohgedämmten Das ist ja auch für eine Stadtverwaltung wenn ihr das erstmal hört beim Bauantrag oder so Da gehen die Augenbrauen hoch, oder?

00:18:53: Das habe ich tatsächlich gar nicht so genau mitgekriegt.

00:18:56: Also da musste Dirk Schama der verantwortliche Architekt an dieser Stelle glaube ich ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten und Volker hat viel diese Hintergrundarbeit gemacht.

00:19:08: Nee das Thema war tatsächlich erst mal in diesem Anfangsgruppe.

00:19:12: Diese sieben Parteien wird hier jetzt auch weitergemacht haben und auch hier nach wie vor leben.

00:19:19: Wir waren zunächst neuen, die das machen wollten und als wir entschieden haben – also als Gruppe mehrheitlich – wir wollen diesen ökologischen Aspekt und diese Form des Bounds sind nochmal zwei abgesprungen.

00:19:32: Das war für den einen oder anderen erstmal der sich interessierte für ein Wohnprojekt.

00:19:40: Da hat die Bauform erst mal ihn abgeschreckt.

00:19:44: Manche sind, also die ersten zwei davon sind gegangen und andere haben sich das angehört und sind dann vielleicht auch gegangen aber in der Anfangsfase.

00:19:52: sie sind ganz explizit deswegen abgesprungen.

00:19:55: Gut, das klärt das.

00:19:56: Die Ziele schließen da noch einiges aus, da kann man schlechten Kompromiss machen.

00:20:01: Wenn erst mal Entscheidungen getroffen sind, so ist das im Grunde im Prozess.

00:20:04: Stroh ist Stroh, Beton

00:20:05: ist Beton.

00:20:06: Die Ersten die im Wohnprojekt sind entscheiden was ist und jeder der dazukommt muss das was gewesen was bis dahin entschieden ist so nehmen wie es ist.

00:20:17: Das ist das was er einkauft.

00:20:18: Ihr

00:20:18: habt eine Eigentümergemeinschaft entwickelt.

00:20:21: ihr seid also jeweils Besitzer, Besitzerin eure Verwaltung verwaltet euch selber.

00:20:26: Nee, wir haben eine Hausverwaltung in Hamburg.

00:20:29: Weil bestimmte Dinge ist besser wenn die Hausverwartung das macht.

00:20:33: Gerade die Abrechnung ist ja ein Konfliktthema und da ist es gut, wenn dann der Haus Verwaltung das macht.

00:20:41: Wir machen einfach ganz viel selbst.

00:20:43: Sag

00:20:43: mal Beispiele!

00:20:45: Die Gartenarbeit, die Hausreinigung... Auch die Hausmeistertätigkeiten oder so.

00:20:52: Also wir haben keinen Hausmeist da.

00:20:53: Wir haben eine Reihe von RentnerInnen, die solche Sachen übernehmen was noch so anfällt wenn man in einem Haus wohnt also ob das ein Einfamilienhaus ist oder diese Wohnanlage hier.

00:21:05: Wenn irgendjemand sieht, da ist etwas kaputt fragt er entweder Irgendwie ein anderes.

00:21:10: Du hast doch Ahnung, guck doch mal!

00:21:12: Also jeder bringt sich hier nach seinen Fähigkeiten ein und das weiß ich.

00:21:16: unten an der Haustür hab' ich jetzt gesehen.

00:21:18: irgendwie sind Macken in der Farbe und ich weiß irgendjemand hat eine Portfarbe von dem die wir da brauchen und dann...

00:21:25: Da haben ja einige von denen die hier bei euch wohnen ziemlich viel Zeit.

00:21:29: sie sind Rentner.

00:21:30: auch wenn es Rentner gibt, die gar keine Zeit haben egal aber andere gehen noch richtig der Arbeitnah oder haben

00:21:35: Kinder

00:21:35: unterarbeiten.

00:21:37: Das

00:21:37: heißt die können sich alle unter unterschiedlich beteiligen.

00:21:40: Kommt ihr damit zurecht oder gibt es da Probleme?

00:21:43: Nee, alles in allem kommt mir ganz gut klar.

00:21:47: Das ist ja ... Rentner können ihre Zeit irgendwie besser einteilen.

00:21:52: Was ich keine Zeit hätte, würde ich nicht sagen.

00:21:55: Aber manchmal habe ich das Gefühl, ich hab viel Zeit auch und Was ich heute nicht mache, kann ich morgen machen oder so.

00:22:05: Und ich kann tagsüber... Es gibt jetzt irgendwie ein Thema, da muss ich mal die Hausverwaltung anrufen.

00:22:10: Das kann ich ja viel besser im Laufe des Tages und vielleicht auch eine oder zweimal wenn ich keinen erreiche als jemand der noch arbeiten geht und der dann in seinem Bürojob ne Pause irgendwie einplanen muss um dann dieses Telefon nah zu führen.

00:22:23: von daher finde ich das völlig in Ordnung, wenn ich sowas übernehme?

00:22:28: Und so geht das den Rentnern hier

00:22:30: eigentlich.

00:22:31: Habt ihr euch bei der Einteilung der Wohnungen, wer wohnt und wo?

00:22:36: Auch ein bisschen auseinanderdividiert.

00:22:38: Wo sind die Kinder?

00:22:39: Schrägstrich?

00:22:40: Gibt's Rabatz und Krach?

00:22:42: Haben die Alten ihre Ruhe?

00:22:43: War das auch ein Kriterium?

00:22:45: Nee, das war ja ... Die ersten, weiß ich als dann die Pläne soweit konkreter waren und klar waren, da waren wir vielleicht zwölf Parteien oder so.

00:22:57: Die Wahl hat so gepasst, dass es überhaupt keinen Streit geben musste und kein Losverfahren oder sonst irgendwas.

00:23:03: Das hat total gut funktioniert.

00:23:05: Und dann war ja nur noch Zuch um Zuch kamen die Nächsten dazu und die konnten dann die Wohnung wählen und hat sich so ergeben.

00:23:12: also ist schon manchmal meine Wohnung geht heraus zum Hof zum Innenhof.

00:23:19: Irgendwann hat ein Kind so einen kleinen Rasenmeer, Plastikrasenmeher-Geschenke gekriegt.

00:23:25: Wenn der über die Steine schrappt ... Ich war schon manchmal geneigt, dieses Teil zu verstecken, dass es keiner mehr findet.

00:23:33: oder Bobby kann rennen oder sonst irgendwas.

00:23:36: Und

00:23:37: wenn die größer werden?

00:23:39: Mofas, Mopets hier rum?

00:23:41: Nein, das sind ja ökologisch hier!

00:23:44: Das merkt man sich das aus.

00:23:49: Mit dem Eigentum wollte ich noch mal fragen, ihr habt also eigene Wohnungen?

00:23:53: Habt ihr auch Gemeinschaftseigentum?

00:23:55: Ja wir haben eine eigene Wohnung alle im Balkon und in der Terrasse.

00:23:59: Das ist dann wirklich der Privatbereich Und der Rest ist Gemeinschafeigentum Also der Garten und wir haben auch einen Gemeinsachtsraum.

00:24:06: Das war bei uns wichtig den zu haben.

00:24:11: Der ist genau unter mir.

00:24:12: Ich habe keine Loch, keine größeren Filten.

00:24:17: Keine Bass-Bummanjo!

00:24:19: Und ich frotze dann auch immer ein bisschen hin und an die Hörgeräte raus.

00:24:22: Das ist nicht mehr so schlecht.

00:24:24: Der Gemeinschaftsraum geht mit seiner Terrasse raus auf den Hof.

00:24:31: Das is'n ganz wichtiger Raum für uns der... Ja klar, Geburtstage gefeuert werden.

00:24:36: Also ich hab den total genossen.

00:24:39: meinen Geburtstag war dann in den Herbstferien.

00:24:41: da waren wenige da so dass ich den fast ein ganzes Wochenende belegt habe um meine große Familie einzuladen.

00:24:47: Und wirklich das Gebühren, den runden Geburtstag versteht sich zu feiern.

00:24:53: Geburtstage werden gefeiert filmabende gemacht unsere Sitzungen.

00:24:57: wir haben nach wie vor einmal ein Monat so eine sogenannte Sorge ertreffen weil es doch immer die des einen oder anderen zu besprechen gibt.

00:25:06: sechsmal im Jahr haben wir ein sogenanntes Sonntagstreifen wo wir dann auch mal versuchen irgendwie Themen die ein bisschen über sowas organisatorisches hinaus zu besprechen, nach wie vor.

00:25:17: Oder im Wechsel machen wir dann auch was nettes Dreisinnenfahrt, dass wir gemeinsame Erlebnisse haben und das ist der Sonntag.

00:25:27: Und

00:25:28: da ist schon eine Eigentümerversammlung mit drin integriert?

00:25:33: Einmal im Jahr haben wir die Eigentümerversammlung, das muss ja vormal sein die Verwalterin und dann machen wir ganz formal korrekt eine Eigentümerversammlung.

00:25:44: Ansonsten, wenn wir Dinge besprechen wollen oder so, dann entscheiden wir das in diesem Orgartreffen und kommunizieren das an die Verwaltung.

00:25:54: Und bei der nächsten WEG-Sitzung wird das formal abgehackt.

00:26:00: Stellt euch fest, ich bin gar nicht mehr in irgendeiner Arbeitsgruppe.

00:26:04: Aber ich bin überall.

00:26:06: Ach so!

00:26:07: Also...

00:26:07: Es klingt noch gut vernetzt?

00:26:09: Ja, stimmt.

00:26:10: Genau.

00:26:11: Ich gehöre zu einer kleinen Kochgruppe, die alle vierzehn Tage mittags kocht für die, die sich anmelden und das nehmen natürlich gerne.

00:26:20: So war auch die Idee.

00:26:22: Familien mit Schulkindern, wenn sie dann mittags nach Hause kommen müssen die Eltern sich nicht kümmern.

00:26:27: Dann kommen die alle zusammen bei uns essen.

00:26:29: Gut wir haben einen Menschen, der ist an die Mensch erkrankt.

00:26:33: Der ist dann mit bei der Kochgruppe und im Rahmen seiner Möglichkeiten macht er mit so was findet dann eben auch im Gemeinschaftsraum statt.

00:26:43: Ich denke dass dieses gemeinsame Essen vorbereiten und drumherum auch sehr stark das fördert von alleine sich auszutauschen und Gemeinsamkeit herzustellen.

00:26:53: Das

00:26:53: macht auch total Spaß, wenn die Kinder dann auch reinkommen, so von der Schule schmeißen, Hände waschen...

00:26:59: Genau das war der Runde!

00:27:02: Und es funktioniert besser, wenn ich das sage als wenn die Eltern das sagen.

00:27:05: Das ist ja auch eine Erfahrung.

00:27:07: Die Sprache ist ein Mitbewohner an dem Demenz erkranktes.

00:27:12: Erst mal gut, dass ihr das offen so besprecht und so.

00:27:16: Wie sind die Perspektiven?

00:27:18: Wie sorgt ihr euch gemeinsam ein bisschen wie es weitergeht oder wie läuft das

00:27:23: noch nicht?

00:27:24: aber manchmal habe ich das Gefühl sollten wir vielleicht machen.

00:27:28: also klar also passiert hier viel in Nachbarschaftshilfe ohne dass wir jetzt da ganz groß drüber reden und Kinder hüten Zum Beispiel die Kinder, die hier geboren sind.

00:27:40: Wir haben dann für die Wächlerinnen und die Familie irgendwie eine Reihe um hier so einen Plan aufgestellt hat, die jeder mal sechs Wochen abgedeckt, sodass sie von Montag bis Freitagen ein warmes Essen vor der Tür hatte.

00:27:51: Also solche Sachen aber dieses Altwerden im Wohnprojekt... Na ja, das ist schon so ein Thema und so richtig haben wir uns dann noch keine Gedanken gemacht.

00:28:03: Ich glaube es ist mehr Work in Progress.

00:28:05: Klar ist es hier bei Jere Arm und wir können sicherlich lange bleiben betrifft mich ja auch früher oder später Und da hoffe ich dass ich einfach lange bleiben kann weil die Wohnung gut geeignet ist und weil ich Nachbarn habe falls irgendwas ist den Krankenwagen bestellen können und ich da nicht irgendwie hilflos lange rumliege.

00:28:24: So, das gibt mir viel Sicherheit, das finde ich gut.

00:28:27: Und trotzdem was ist dann mit Pflege?

00:28:30: Ich weiß jetzt aus meiner Situation jetzt dass ich keine Pflege übernehmen würde

00:28:37: so

00:28:37: und dass genauso wenig von Menschen die hier wohnen erwarten kann.

00:28:44: Punkt.

00:28:45: Es

00:28:45: ist ja auch ein Anspruch, den man nicht so einfach erheben

00:28:48: kann und das wird

00:28:49: dann unter euch auch sein.

00:28:51: Und bei einer demenziellen Erkrankung stößt man vielleicht schon früh an die Grenze wenn die betroffene Personen beispielsweise sich so nicht mehr orientieren können oder die Strukturen verlieren von Zeit und Raum oder weg geht.

00:29:08: Da

00:29:08: muss man echt

00:29:09: gucken.

00:29:11: Das geht aber also.

00:29:13: Das muss jeder für sich persönlich gucken, aber für mich geht das noch.

00:29:18: Aber...

00:29:19: Das entwickelt ihr dann?

00:29:20: Vielleicht ist es auch

00:29:21: bei den ersten

00:29:21: Fällen so, dass sich danach Strukturen vielleicht eine Kooperation mit einem mobilen Pflegedienst oder mit einer stationären Geschichte hier in der Ecke entwickeln.

00:29:31: Ja, ja, das ist ein Thema und da können wir jetzt schon wieder... Und für

00:29:36: mehr Leben vielleicht auch!

00:29:38: Ja, es isst ein Thema beim Mehrleben.

00:29:41: Wir

00:29:43: kommen ständig.

00:29:45: Aber es ist

00:29:45: auch so, dass sich unabhängig vom Alter in mehr Generationen-Projekt Lebensumstände verändern können.

00:29:53: Gerade junge Leute müssen den Arbeitsplatz wechseln und ziehen um oder die Partnerschaft geht leider in die Brüche

00:30:00: usw.,

00:30:01: dadurch können sich ja auch die Wohnbedarfe verändern.

00:30:04: Wie geht ihr damit um?

00:30:05: Denn das sind ja auch Eigentumswohnungen!

00:30:08: Wir haben in der Teilungserklärung so ein Passus, der ist aber nicht einklagbar.

00:30:13: Das muss uns auch klar sein dass wir als Gemeinschaft erstmal so drei oder vier Monate oder ein halbes Jahr irgendwie das Recht haben potenzielle Käufer abzulehnen.

00:30:24: also es ist begrenzt müsste jetzt noch mal nachlesen wie lange.

00:30:29: ja weil es ja Sinn macht jemand zu finden der der hier rein passt.

00:30:34: Es hat eine Situation hier gegeben, wo eine Familie ausgezogen ist.

00:30:38: Das ziemlich taurige Geschichte.

00:30:42: Da ist der Mann gestorben also das dritte Kind war gerade geboren da ist er im Krebs gestorbt und inzwischen hat die Frau die Witwe quasi einen neuen Partner kennengelernt und ist mit ihm jetzt auch mit den Kindern.

00:30:59: Wir hatten dann drei Kinder mit den Kindern zu ihm gezogen und dadurch wurde das Haus frei.

00:31:05: Und wir haben zum Glück ganz schnell über Flüsterpropaganda eine neue Familie gefunden, auch wieder mit drei Kindern.

00:31:14: total gut funktioniert.

00:31:18: Es geht manchmal doch um den Schnüden-Mamon, wenn es dann vererbt oder verkauft wird und da kann man dann wenig machen in so einer Situation.

00:31:27: Man hat sehr bislang teuer.

00:31:30: Genau!

00:31:30: Man kann nur hoffen... Also meine Tochter wird das hier erben aber da kann ich halt versuchen sie so einzubinden ins Projekt und ihr die Idee nahezu bringen da auch nicht quer schießt als neuer Eigentümerin in diesen und verkauft an XY, der gar nicht reinpasst.

00:31:50: Aber das ist nicht einklartbar Punkt.

00:31:55: In jedem Fall ist ja auch eine deiner Aufgabe, dass vergasest du vorhin weil du gesagt hast, du machst eigentlich ganz vielen Sachen mit.

00:32:01: Du bist sicherlich so eine Art Beauftragte für die Vernetzung mit anderen, denn auch für euch als Wohnprojekt am Speicherbogen ist es ja schon wichtig, euch auch mit anderen Projekten oder mit anderen Institutionen, Nachbarschaften, Sportvereinen, Kirchen zu vernetzen.

00:32:18: Erzähl mal was machst du da?

00:32:19: Achso!

00:32:21: Nichts glaube ich an der Stelle

00:32:23: nicht.

00:32:23: Hier im Stadtteil?

00:32:24: Nee klar wir machen mit.

00:32:25: Eben.

00:32:26: Wir machen mit bei...

00:32:27: Es gibt

00:32:27: ein Stadtteilfest.

00:32:30: Wir haben beim Stadtteil fest Aber bin ich in der Doppelfunktion tatsächlich mit mehr Leben und dem Speicherbogen.

00:32:39: Also ich präsentiere dann beides, wenn du so willst.

00:32:42: Weil es gibt ganz viele Wohnprojekte hier im Stadtteil und wir bieten halt von mehr lebenden Rundgang zu den verschiedenen Wohnprojekten die hier im Stadtheil sind an ihr Querbetis I aber es gibt eben noch andere Fluse heißt eins, meisterwicht hundertvier.

00:33:02: Ich verstehe es jetzt auch so dass hier im Stadtteil euch insbesondere mit anderen Wohnprojekten vernetzt aber nicht besonders darauf achtet auch hier mit sagen wir mal der Feuerwehr oder dem Sportverein oder so Kooperation aufzubauen.

00:33:20: Nee das ist nicht unser... Unser Bestreben.

00:33:24: Also wir versuchen schon hier die Nachbarschaft direkt gegen immer, was man sieht so ein bisschen den Kontakt dazu haben.

00:33:30: da haben wir dann nach fünf Jahren endlich mal einen Nachbarschaftfest gemacht weil gut Wir wollten eins ganz im Anfang machen Dann kam Corona und das war es dann erst Mal Und das ist uns dann.

00:33:41: also als wir fünf Jahre Hier waren haben wir mit denen irgendwie mal fest veranstaltet.

00:33:47: Das war auch total gut.

00:33:49: Wir haben gesehen, dass das wichtig war zusammen.

00:33:52: Also sich hier kennenzulernen miteinander ins Gespräch zu kommen und da ist tatsächlich so ein kleiner Damencafé Kranz draus geworden.

00:34:01: aber es ist ja nett.

00:34:02: Wahrscheinlich

00:34:02: auch von dir koordiniert und initiiert

00:34:05: nicht?

00:34:06: Nein, tatsächlich nicht.

00:34:07: Aber ich bin dabei!

00:34:10: Ja also ich glaube die Hörer können sich jetzt so ein Bild machen Ute Das Wohnprojekt am Speicherbogen deutlich geworden, in seiner Kontur auch in eurer entspannten fürsorglichen Art euch umeinander zu kümmern.

00:34:25: Aber zugleich hat jeder genug Raum und ist entspannt genug die eigenen Sachen zu verfolgen.

00:34:30: Und mittendrin sitzt Uteplatz Kassens und spinnt ein bisschen die Fäden zu anderen Wohnprojekten.

00:34:37: Und vor allen Dingen mit deinem Verein Mehrleben, Wohnprojakte EV Lüneburg.

00:34:42: Darauf kommen wir gleich jetzt nochmal an alle Hörer, die kleine Durchsage.

00:34:47: Wir sind hier bei Wohn Projekte im Gespräch Diesmal mit Uteplatz Kassens vom Wohnprojekt am Speicherbogen und vom Dachverband Mehrleben-Wohnprojekte EV in Lüneborg.

00:34:58: und ich bin Tom Foss.

00:35:00: Ja, wir sprachen vom Verein Mehrleben hier in Lüneburg und Mehrleben will Wohnprojekte vernetzen.

00:35:09: Das ist ein Dachverband Erzählmal.

00:35:10: Was ist das dazu gekommen?

00:35:12: Wie ist das entstanden?

00:35:14: Da fange ich doch mal ganz von vorne an.

00:35:17: vor gut zwanzig Jahren ist dieser Verein entstanden Und damals war es ein Verein der Personalunion von Lena.

00:35:27: Menschen als Menschen über diesen Wohnprojekt-Lehner waren oder dazugehören wollten.

00:35:33: Und die waren automatisch und zwangsweise in Anführungsstrichen, in diesem Verein mehr

00:35:39: Lebenwohnprojekte.".

00:35:40: Ziel dieses Vereins war es damals so diese Idee vom Wohnprojekt, vorm Miteinanderwohnen überhaupt nach Lüneburg zu tragen.

00:35:49: Also ich glaube vor zwanzig Jahren gab's auch schon Wohnprojekte in anderen Gegenden und in anderen Städten aber Lüneborg war davon noch ziemlich unbeleckt.

00:35:58: Wie kam das denn von Hamburg wenn du an dieser früher Zeit erinnerst?

00:36:03: Da

00:36:04: war ich ja noch nicht dabei von zwanzig Jahren.

00:36:06: Aber die, die das gegründet haben ... Die hatten die Idee über die Wohnprojekte.

00:36:13: Tage in Hamburg.

00:36:15: Genau, Wilhelmsburg.

00:36:17: Das weiß ich jetzt nicht so genau.

00:36:18: So lange ist es

00:36:20: hier zu vernetzen?

00:36:21: Was heißt jetzt vernetzend und was macht ihr genau?

00:36:25: Erst mal haben sie ganz viel mit im Gespräch, mit Stadtverwaltung

00:36:30: usw.,

00:36:33: Diese Idee reingetragen, weil die hatten ganz große Probleme einen Grundstück zu finden für sich.

00:36:38: Und dann waren sie hier dran in einem Grundstuck und dann kriegte das doch wieder ein Investor zugeschustert.

00:36:45: Und irgendein altes Gebäude was sie haben, dann kriegt es doch wieder irgendjemand anders.

00:36:49: also wobei die Politik hätte durchaus anders entscheiden können.

00:36:53: aber irgendwann nach etwa zehn Jahren Hat das funktioniert?

00:36:58: Und dann haben die dieses Grundstück da oben an einer psychiatrischen Klinik bekommen.

00:37:02: Ja, und Uwe Naumann aus Lena hat auch erzählt, dass viele Gespräche, die sie damals geführt haben, auch Gespräche mit hiesigen Bankinstituten geführt wurden.

00:37:12: Auch das ja!

00:37:13: Die haben sich alle geschüttelt und sich vorgestellt, da tanzen die Leute nachts ums Lagerfeuer rum und wollen irgendwie so ein Wohnprojekt machen, den geben wir keine Kredite.

00:37:20: Genau, genau.

00:37:21: Da ist wohl viel passiert in den Köpfen der Leute.

00:37:24: Das hat sich total verändert... Und nach etwa zehn Jahren, da bin ich dann irgendwie in diesen Verein gekommen und wir haben eine Satzungsänderung vorgenommen.

00:37:37: Inzwischen die Wohnprojekt-Szene in Lüneburg gewachsen war und es gab viele Projektideen oder Projektgruppen, die was machen wollten.

00:37:44: Und so dann haben wir gesagt also diese persönliche Mitgliedschaft, die verändern wir jetzt dahingehend das Wohnprojkt Gruppeninitiativen oder Wohnprojekte, die inzwischen auch sich gegründet hatten als Wohnprojet, als Gruppemitglied werden können.

00:38:02: Und das war im Grunde dann auch so der Anfang für diese Vernetzung.

00:38:05: Also es gibt dann irgendwie acht Wohnprojekte als Mitglieder im Verein, jetzt seit der Zeit gucken wir so ein bisschen was können wir inhaltlich miteinander machen?

00:38:16: Was sind Fragen, die uns alle bewegen?

00:38:21: Ja zum Beispiel Gemeinschaftsraum war einmal so ein Thema.

00:38:26: Wie geht ihr mit eurem Gemeinschaftraum um?

00:38:29: also bei uns wurde irgendwie diskutiert das ist unser vergrößertes Wohnzimmer und wir wollen doch politische Arbeit machen und ins Quartier rauswirken in dieser Spannenbereite.

00:38:43: Das ist ein bisschen Konfliktpotenzial.

00:38:46: Und wie macht Lena das?

00:38:48: Wie macht die Fluse oder...

00:38:51: Ich finanziert man das, es können da verschiedene Modelle geben.

00:38:54: Also

00:38:54: ja, dass dann auch wenn wir den dann irgendwie vergeben oder eine Gruppe hier tagt oder so.

00:38:59: Oder kamen Anfragen von Osternachbarschaft.

00:39:03: Können wir denn mal mieten den Raum um ihr unseren Geburtstag zu feiern?

00:39:06: oder so machen wir das und dann machen wir nicht.

00:39:11: Wenn wir das machen, ja wie gehen wir damit um?

00:39:13: Also so welche Erfahrungen habt ihr die ihr schon länger im Wohnprojekt lebt und Gemeinschaftsraum habt.

00:39:19: Und also da haben wir uns ausgetauscht auch mal am Sonntag Nachmittag zusammengesetzt.

00:39:25: Aber ich glaube aber ihr habt dann noch einen höheren Anspruch.

00:39:27: Ihr wollt ja auch kommunalpolitisch Interessen vertritt.

00:39:30: was steckt dahinter?

00:39:32: Zum Einen diese Netzwerkarbeit innerhalb der Projekte und das andere ist eben weiter zu sehen dass Dattverwaltung, Wohnprojekte auch als Chance für ein Quartier wahrnehmen.

00:39:46: Und was das bedeutet wenn so eine Gruppe hier wohnt wie die ins Quartiereien auch wirken können in dem es hier eine Nachbarschaft gibt, die ein bisschen anders leben als die, die hier gegenüberleben und nicht vernetzt sind oder sich kaum kennen teilweise.

00:40:06: Wie

00:40:07: viele Wohnprojekte gibt es eigentlich, die bei euch so aufschlagen oder die ihr vertretet?

00:40:14: Ich hab zu keine Vorstellung gesagt.

00:40:15: reden wir von zwanzig oder dreißig.

00:40:18: Nee nee vielleicht fünfzehn-sechzehn ich weiß jetzt auch nicht ganz klar sind ja auch einige mal

00:40:23: fünfzig Menschen.

00:40:25: dann haben wir eine Größenordnung.

00:40:26: Ja wohnen ungefähr so fünfzig Daumen in so einem Wohnprojekt?

00:40:32: Ja, unterschiedlich.

00:40:35: Also mehr als

00:40:36: zehn

00:40:36: Projekte mit

00:40:38: plus minus.

00:40:38: und

00:40:39: dass man so eine größten Ordnung

00:40:42: hat?

00:40:43: Wie viele Menschen wir vertreten das ist die Frage.

00:40:45: Wir haben irgendeine Relevanz für die Stadtverwaltung oder

00:40:48: die Banken

00:40:48: wenn ihr da aufschlagt.

00:40:50: Das weiß ich gar nicht ob es die Masse Mensch ist aber ein Wohnprojekt als Seuches.

00:40:57: Die Idee

00:41:00: Für die Stadtentwicklung, für die Quartiersentwicklungen.

00:41:03: Und gut, das sind ja immer Millionen Projekte, die dann gebaut werden.

00:41:08: Also von daher ist es eigentlich sehr interessant für die und wenn einer von uns irgendwie pleite gehen würde wird erst mal die Gemeinschaft zur Seite springen bevor die Bank da ein Problem kriegt.

00:41:22: also das ist denen gar nicht so bewusst.

00:41:25: Ja, es sind sichere Kunden sozusagen.

00:41:28: Es sind ja

00:41:30: gegenseitig helfende und verlässliche Partner die interessante ökologische und umweltfreundliche Ideen entwickeln und insofern an vielen Stellen fortschrittlich leben und sich ums soziale miteinander kümmern.

00:41:43: also das sind ja alles Punkte.

00:41:44: wenn ich in der Stadtverwaltung was zu sagen hätte da würde ich mir ein Rufzeichen hintermachen und sagen solche Leute brauchen wir die unser Gemeinwesen mittragen wollen.

00:41:53: Das hat eine Weile gedauert.

00:41:57: Bis das angekommen ist, aber inzwischen ist es so und das heftig dem Verein an, dass in Neubaugebieten grundsätzlich Grundstücke für Wohnprojekte und diese Wohnform reserviert sind.

00:42:14: Welche Größenordnung?

00:42:15: Hier im Hanseviertel waren es vier Grundstücken

00:42:22: von ...

00:42:23: Und von vielen.

00:42:24: Also schon und es gibt jetzt ein Neubaugebiet im Wiener Bütlerweg, das ist so ein bisschen Richtung Vögel sind raus, wer sich auskennt da sind auch mindestens vier Grundstücke.

00:42:35: die Bereitschaft auch Rheinhausgrundstücke nochmal zu verändern und da auch Wohnprojektgruppen denen das zu geben Die Breitschaft ist explizit genannt.

00:42:46: von der Stadtverwaltung

00:42:48: läuft das dann über Konzeptvergabe, also dass sich die interessierten Wohnprojekte bewerben müssen mit einem bestimmten Konzept.

00:42:55: Was sie vorhaben und auf der Grundlage wird dann entschieden?

00:42:58: Ja.

00:42:59: Und es sind städtische Grundstücke, wo man das so machen kann?

00:43:02: Genau!

00:43:02: Es gibt jetzt eins, das ist eben auch bemerkenswert ein Grundstück, es gab eine Veränderung im Bebauungsplan und dieses Ein-Grundstück jetzt reserviert für eine Wohnpflegegemeinschaft.

00:43:14: Das finde ich total spannend weil... der Verein mehr leben.

00:43:18: Er hat für sich ein bisschen dieses Thema Wohnpflegegemeinschaft oder Wohnen im Alter mit Pflegemöglichkeit und so.

00:43:30: Da arbeiten wir gerade so ein bisschen dran, weil es gab eine Gruppe von einigen Frauen bei Lena die als erstes überlegt haben alt werden bei Lena war der Anfang.

00:43:41: Die haben so einen Konzept sich überlegt um zu gucken, ob man vielleicht in so einem Leben an da noch mal was bauen kann.

00:43:48: Wo Pflegestadt finden kann.

00:43:51: Haben dann aber für sich gesagt, nee das ist jetzt für uns nicht kommt nicht infrage und haben das so an Menschen aus dem Dunstkreis der Aktiven beim Verein gegeben.

00:44:07: Da versuchen wir jetzt so ein bisschen, was auf die Beine zu stellen.

00:44:11: Leute zu finden, die das vielleicht weitertreiben können.

00:44:14: Ja, das ist ja auch sicher ein ganz spannendes Thema für mein Leben wenn solche Probleme, die jetzt erstmal vereinzelt in den älter werdenden Wohnprojekten und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern auftauchen dass ihr das aufgreift und überlegt wie können wir da voneinander lernen?

00:44:30: oder vielleicht können wir etwas zusammen organisieren?

00:44:33: Und wie könnte etwas mobil oder stationär gehen?

00:44:38: Ja, es gab da tatsächlich schon ein relativ konkretes Konzept in Kooperation mit der Diakonie.

00:44:47: Leider ist das wieder eingeschlafen weil er plötzlich tot des Geschäftsführers hat bei der Diaconie, der da sehr dahinter stand und das war sehr personenabhängig.

00:44:59: Ist das wieder so ein bisschen ja in die Versenkung verschwunden?

00:45:02: Nichtsdestotrotz also wir versuchen die Idee wach zu halten.

00:45:08: Der Seniorenbeirat ist da jetzt ganz aktiv an der Stelle und da gibt es jetzt die Kooperation tatsächlich mehr Leben plus Senioren-Beirat und irgendwie so der Kontakt zu einem Ratsherrn, also dass das weiter getrieben wird.

00:45:26: Und ein erster Schritt ist tatsächlich, dass ein Grundstück da jetzt vorgehalten wird für eine Idee.

00:45:33: Es geht es darum, einen Träger zu finden.

00:45:36: Einen Pflegedienst zu finden, die das dann irgendwie ... übernehmen wollen oder sich vorstellen können,

00:45:41: das zu machen.

00:45:42: Soll es der Punkt Demenz, demenzielle Erkrankung sein?

00:45:45: Soweit sind wir gar nicht, also Pfleger jede Form von Pflege.

00:45:48: Ja,

00:45:48: spannend und du was ist, außer dass du alles fachst, aber du hast bestimmt auch so ein Besuch...

00:45:54: Von vielen ein gepflegtes Halbnis.

00:45:57: Wie viele Leute seid ihr bei euch im Verein mehr leben, also jetzt die Aktiven so?

00:46:01: Es gibt, wir haben eine Stadt der klassischen Vorstandsarbeit, also nominell gehör ich zum Vorstand.

00:46:07: Aber statt dieser klassischen Vorstandsarbeit organisieren, weil es so eine Gruppe aus sieben Wohnprojekten gibt.

00:46:18: Und wir treffen dann so circa acht Wochen Rhythmus zu dem sogenannten aktiven Treffen.

00:46:23: Wir gucken dann, was steht an oder was wollen wir machen?

00:46:26: Es gibt eine Wandelwoche in Lüneburg einmal im Jahr.

00:46:31: Da sind wir präsent.

00:46:32: Wer von uns macht das?

00:46:34: Infostände.

00:46:35: Genau,

00:46:35: Infostand.

00:46:36: Eine Fahrradtour zuvor ein Projekt und auch mal gerne genommen solche Geschichten.

00:46:41: Das ist... Ich bin da nicht alleine sondern Gruppe von zehn, zwölf Menschen aus... Sieben Monenprojekten, sechs, sieben Monens

00:46:50: pro Jahr.

00:46:50: Und das macht ihr alles ehrenamtlich?

00:46:52: Ja klar!

00:46:52: Diese Gespräche und

00:46:54: diese Verbindungen herstellen...

00:46:56: Also die Arbeit im Verein ist ehrenabendlich aber wir haben auch ein bisschen Geld über Mitgliedsbeiträge.

00:47:03: also die Projekte zahlen je nach Größe einen irgendwie gearteten Mitgliedspeitrag.

00:47:08: Also Gespräche, Gespräche ... Treffen, treffen, Innenverstand dass es das wie und ihr seid schon wirksam wenn ihr wahrgenommen werdet wenn jetzt das erste Grundstück sogar vorgesehen ist für so ein... vorhaben, das ist ja eine prima Bilanz auch für eure Arbeit.

00:47:26: Ist für euch auch das Thema Dachgenossenschaft in diesem Zusammenhang ein Thema?

00:47:32: Weil die einzelnen Projekte müssen ihr alle auch einen Träger finden und so ist es auch für euch als mehr Leben.

00:47:40: ne Frage ob ihr da bei den bei Genossenschaftsgründungen helft.

00:47:45: Da haben wir glaube ich zu wenig Sachkompetenz.

00:47:47: wissen müsste ich jedenfalls mal Wenn so eine Frage da ist, das ist es so.

00:47:53: Wenn jemand an uns herantritt und sagt, was braucht man für eine Genossenschaftsgründung?

00:47:58: Dann würde ich im Großen Verteiler schreiben, wir brauchen so jemand.

00:48:03: Oder

00:48:03: empfindest du dich als Teil einer Wohnprojekte-Bewegung seit ihr die Fahnträger einer solchen Bewegung?

00:48:12: Na ja, gut.

00:48:14: Ist es eher so privat?

00:48:16: Also klar sage ich jedem das hören will oder auch nicht hören wollen dass das eine super Lebensform ist.

00:48:24: Also dass ich hier dieses Miteinander, diese Nachbarschaft ... Ich laufe durch den Flur.

00:48:31: Ich muss immer fünf oder zehn Minuten extra einrechnen wenn ich zum Bahnhof gehe weil ich treffe bestimmt noch irgendwie mit dem ich drei Sätze wechseln und so.

00:48:40: Ich fühle mich nicht allein.

00:48:42: Wenn ich Kontakt habe, gehe ich in den Hof mit meinem Kaffee und wenn ich meine Ruhe haben will mache ich alle Türen zu damit auch die Bobby cars nicht höre.

00:48:49: Ich finde das eine super Lebensform.

00:48:52: Da mache ich natürlich auch Werbung führen, mach das gerne im offiziellen Rahmen.

00:48:58: Auf der anderen Seite vielleicht mal das Stichwort Nachteile oder Herausforderungen.

00:49:04: Je enger man sich vernetzt besteht da nicht auch das Risiko dass man immer stärker auch sich mit Leuten umgibt die so ähnlich denken und so ähnlich sind.

00:49:15: also entsteht ja nicht auch eine kleine Blase?

00:49:18: Ja

00:49:19: Ist das schön, aber ist schön?

00:49:21: Ja klar.

00:49:21: Aber andersrum gefragt leben wir nicht immer in irgendeiner Blase.

00:49:27: Letzten Endes trifft man ja immer auf Leute die mehr oder weniger so denken wie ich.

00:49:33: Es kann auch sein dass man einem das zu eng wird.

00:49:36: Ich hätte es doch eingeengt und ich will

00:49:40: mich

00:49:41: freier fühlen und nicht nur im Umfeld sein.

00:49:47: Ganz viele verschiedene Wohnprojekte.

00:49:49: Also wir sind das Eigentumsprojekt.

00:49:51: so, die andere sagen ja, das wohlhabende Eigentum-Projekt...

00:49:54: Ja,

00:49:57: aber Lena hat ja noch den Ziel, dass das langsam in eine Genossenschaft überführt wird?

00:50:05: Das haben wir hier nicht!

00:50:06: Wir sind ein Eigentumprojekt und es soll auch so bleiben.

00:50:10: Aber es gibt auch Projekte, die im Mietshäuser Syndikat sind.

00:50:16: Erklärst du bestimmt von anderen

00:50:18: Stellen.

00:50:18: Das ist eine eigene Sendung dazu, ja.

00:50:20: Genau

00:50:20: das dachte ich mir.

00:50:21: Also Mietshäuser-Synikat.

00:50:22: Das sind ganz andere Leute die auch einen ganz anderen politischen Anspruch haben.

00:50:27: oder es gibt die Bauwagensiedlung.

00:50:29: So diese Leute aus der Bauwiege.

00:50:31: Das heißt also wir begegnen auch in der Vernetzung ganz unterschiedliche Konzepte und Leute die das auch ein ganz anderer politischer Anspruch.

00:50:43: Manchmal finde ich es auch schade, dass wir nicht ein bisschen offensiver so politisch sind.

00:50:48: Aber gut das ist hier so und das ist dann in Ordnung.

00:50:51: Ist dann auch ein Respekt

00:50:52: der Projekte untereinander?

00:50:54: Genau

00:50:55: ja.

00:50:55: also da begegnet mir auch andere Sachen wenn ich es mal ganz anders haben will.

00:50:59: klar habe ich auch noch einen Freundeskreis außerhalb des Projekts und das finde ich auch wichtig.

00:51:06: Ute, du hast uns wirklich anschaulich von vielen Sachen erzählt hier.

00:51:09: Also sowohl aus deiner Schulzeit noch

00:51:13: aber

00:51:13: auch vom Speicherbogen her was ihr euer Wohnprojekt ökologisch und mit Stroh entwickelt und gebaut habt.

00:51:21: mir ist dabei wirklich besonders aufgefallen wie entspannt das hier bei euch ist.

00:51:26: also das beeindruckt mich dass ihr euch wohnen lasst und jeder tut was er kann.

00:51:32: Und das passt schon, sogar die Übergänge von Leuten, die rausziehen in die sich verändernde Eigentümergemeinschaft kriegt ihr hin.

00:51:41: toll,

00:51:42: dass das so weitergeht.

00:51:45: Das Stichwort Vernetzung hat mich überrascht wie vielfältig da ohne Mackertuben und Expertentuben, euer Engagement ist.

00:51:55: Und wirklich ehrenamtlich sozusagen für Interessen euch einsetzt gemeinsam zu wohnen.

00:52:03: Ressourcen braucht natürlich die Grundstücke und Bankenunterstützung aber da... für Lüneburg seit zwanzig Jahren etwas etabliert hat, was es glaube ich so in dieser Art kaum in einer Region in Deutschland gibt.

00:52:16: Dass Interessen gebündelt werden, dass nicht Konkurrenz und Geheimdienst-Duerei herrscht sondern zusammen anpacken und sich austauschen.

00:52:25: ganz vergessen hast du übrigens den Stammtisch der auch noch regelmäßig angebrusht wird also auch für Neue das ist ja eine Anlaufstelle für Leute die sich erstmals informieren wollen.

00:52:38: Also das alles sind glaube ich auch Aspekte, die für Leute interessant sind.

00:52:43: Die in anderen Regionen sowas aufbauen wollen, die sich bei euch beim mehr leben Wohnprojekt TV erkundigen könnten wie wir es machen?

00:52:53: Wie ist das bei euch erfolgreich gelaufen?

00:52:55: Da habt ihr sicher so eine Art Modell entwickelt und könnt auch ein bisschen stolz drauf sein.

00:53:02: Ja ist immer ganz schön wenn man da mal so kompakt erzählt wird einem klar Wie viel das ist, was ja so über die Zeit passiert?

00:53:12: Stichwort Zeit.

00:53:13: Denn auch unsere Zeit ist um.

00:53:16: Vielen herzlichen Dank noch mal fürs Gespräch.

00:53:20: und ergänzen kann ich noch die Hörerinnen und Hörern, die Lust auf das Interview mit Heike Wirche und Eva Kern, wo ein Projekt verbet haben können wir in meinem Podcast reinhören.

00:53:30: da gibt es eine eigene Sendung Und über Lena, das Wohnprojekt.

00:53:34: Da gibt's auch ein Interview mit Uwe Naumann.

00:53:37: Einfach mal durchschnuppern, da gibt es viele interessante Beiträge.

00:53:40: soweit.

00:53:42: Mir hat das viel Spaß gemacht dabei zu sein und ein bisschen zu erzählen.

00:53:47: Vielen Dank, dass du mich gefragt hast!

00:53:50: Ja,

00:53:50: hat Spaß gemacht.

00:53:52: Okay, danke fürs Zuhören.

00:53:53: Bis zur nächsten Folge.

00:53:54: Wohnprojekte im Gespräch!

00:53:56: Diesmal mit Uteplatz-Kassens Wohnprojekt am Speicherbogen und Dachverband mehr Leben, Wohnprojekt der EV Lüneburg Und ich bin Tom Foss.

00:54:05: Tschüss!

00:54:23: Abonniert Wohnprojekte im Gespräch auf Spotify oder Apple Podcast, um keine neue Folge zu verpassen.

00:54:30: Kommentiert und bewertet diese Folge gerne!

00:54:33: Rückmeldung und Anregungen sind willkommen.

00:54:37: Ihr findet diesen Podcast auch bei der Google-Suche unter Wohnprojektepodcast.

00:54:43: Wir hören uns in der nächsten Folge wieder wenn es heißt...

00:54:52: Wohnprojekte im Gespräch.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.